Das Museum Industriekultur Osnabrück bietet seinen jüngsten Besuchern etwas Besonderes: Falschgeld drucken! "Wer Falschgeld herstellt und dabei erwischt wird, kommt normalerweise in das Gefängnis. Dieses Schicksal wird uns hoffentlich erspart bleiben, wenn wir in der historischen Druckwerkstatt des Museums selbst einen 17- oder 30-Euroschein drucken. Ob wir die Fälschungen dann allerdings beim Einkaufen loswerden, ist eine andere Frage", meint das Museumsteam, das die Geld-Druck-Aktion als Gag für Kindergeburtstage anbietet. Weitere Infos dazu hier...
Barack Obamas Wahlslogan "Yes we can!" ist wohl allen noch in guter Erinnerung. Zumindest auf das Schuldenmachen trifft das zu - die Frage ist nur, wie lange noch. Über die Höhe der US-amerikanischen Staatsschulden gibt´s eine "Online-Schuldenuhr" mit dem laufend aktualisierten Stand auf http://www.usdebtclock.org/ Die Betreiber der Website gehen aus dem Internet-Auftritt leider nicht hervor.
Der ZDF strahlt am Montag, 29. Juni 2009 ab 19.25 Uhr in der Sendereihe WISO die Dokumentation "Die große Gier - wie Banken unsere Zukunft verspielen" aus. Fazit der Analyse der Wirtschaftsjournalisten: Die Krise geht weiter - und dazu tragen auch die Banken weiterhin maßgeblich bei. Weitere Infos zur Sendung inklusive Trailer sehen Sie hier...
Dipl.Ök. Werner Onken beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Geld- und Bodenreform sowie Freiwirtschaft, sammelte ein umfangreiches Archiv zu diesen Themen und übersiedelte dieses vor gut einem Jahren an die Universität in Oldenburg (Info hier). Dort befasst man sich mit Themen der Grenzen des Wirtschaftswachstums und Vorschlägen, wie die "Postwachstumsökonomie" gestaltet werden kann. Auf dem Internet-Portal www.postwachstumsoekonomie.de, für das Werner Onken gemeinsam mit Dr. Nico Paech verantwortlich zeichnet, finden sich eine Reihe von Beiträgen renommierter WissenschaftlerInnen wie Hans Christoph Binswanger zu "Wachstumszwang versus Nachhaltigkeit",Prof. Clarita Müller-Plantenberg zur "Solidarischen Ökonomie in Brasilien" oder der Beitrag von Thomas Betz über Keynes Bancor-Plan als Beitrag zu einem künftigen Nord-Süd-Ausgleich. Reinschauen lohnt sich!
Die Initiative Grundeinkommen findet grenzüberschreitend in der Schweiz, in Deutschland sowie in Österreich immer mehr Befürworter. Ein sehr engagiertes Team um Daniel Hänli und Enno Schmidt aus Basel (www.initiative-grundeinkommen.ch) koordiniert mittlerweile eine ganze Reihe kreativer Aktivitäten, um für das Thema Aufmerksamkeit zu gewinnen. So strebt eine parteilose Kandidatin bei der deutschen Bundestagswahl mit dem Thema bedingungsloses Grundeinkommen den Einzug ins Parlament an (www.grundeinkommen-bundestag.de), auf facebook läuft die Aktion "Bedingungsloses Grundeinkommen überholt die Parteien", von 14. bis 20.September 2009 findet eine "Woche des Grundeinkommens" (www.woche-des-grundeinkommens.eu) statt und zudem gibt´s noch eine Reihe von Krönungsinitiativen - das gesamte Programm zum Nachlesen gibt´s hier
Die Deutsche Bundesbank berichtet in ihrem neuen Monatsbericht vom Juni 2009 über die Entwicklung des Bargeldes. Demnach gibt es eine auffällig hohe Nachfrage nach 200er und 500er Banknoten. Hier der Link zum Monatsbericht, in dem sich die besagte Darstellung auf den Seiten 49 ff findet: http://www.bundesbank.de/download/volkswirtschaft/monatsberichte/2009/200906mb_bbk.pdfDie „Süddeutsche Zeitung“ berichtet darüber am 22. Juni 2009 unter der Überschrift „Deutsche horten Bargeld – Das große Hamstern“: http://www.sueddeutsche.de/finanzen/477/472996/text/ Danke für den Info-Tipp an Werner Onken und Eva-Maria Hubert!
Martin Schmidt-Bredow von der Zeitbank München und Andreas Stadler, Gründer der alternativen Gesundheitskasse Servalis, referieren am 1. Juli 2009 in München über "Auswege aus der Krise" - Infos dazu hier
Weitere Informationen über Gesundheitsgemeinschaften in Deutschland gibt´s aufwww.gemeinwohl.info
Über Zukunftsszenarien 2025 hält Martin Schmidt-Bredow am 26. Juni 2009 auf Einladung der 2008 gegründeten Regionalwährung Ampertaler für Dachau-Stadt und den Landkreis einen Vortrag - Info dazu hier sowie weitere Details über den Ampertaler auf www.amper-taler.de
Toller Erfolg für den österreichischen Dokumentar-Filmer Erwin Wagenhofer: Der Film "Lets make Money" hat den Deutschen Dokumentarfilmpreis gewonnen! Der Film zur Finanzkrise zeige eindrucksvoll, wie unsere Welt ökonomisch und technologisch funktioniere, begründete die Jury am Donnerstag, 19. Juni 2009 in Ludwigsburg ihre Wahl. Außerdem dokumentiere der Film, wie viel Psychologie und Philosophie hinter diesen Mechanismen stecke. Seit 18. Juni 2009 ist die sehenswerte Doku auch als DVD im Handel erhältlich. Der höchst dotierte Preis für deutschsprachige Dokumentarfilme wird alle zwei Jahre für herausragende Produktionen überreicht. Träger des mit insgesamt 25.000 Euro verbundenen Preises sind die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, das Haus des Dokumentarfilms und der Südwestrundfunk (SWR). Herzlichen Glückwunsch an Erwin Wagenhofer und sein Team! Der Film kann online bei http://shop.filmladen.at bestellt werden.
Zum 19. Mal fand von 11. bis 14. Juni 2009 das Münchner Comicfestival im Alten Rathaus sowie den Kunstarkaden direkt am Marienplatz statt. Mit dabei: "Der Schatz von Wörgl". Zeichner Andreas Wehrheim signierte gern die Hefte, die heuer im März druckfrisch im Holzhof-Verlag herausgegeben wurden. Das 24seitige Comic nach dem Storyboard von Mamei (www.mamei.com) erzählt die Geschichte des Wörgler Freigeldes mit Bürgermeister Michael Unterguggenberger in der "Hauptrolle". Die Comic-Hefte sind um 5 Euro im Zeitschriftenhandel sowie in Wörgl im Unterguggenberger Institut erhältlich. Weitere Infos zum Comic auch unter http://www.woergl.comic.online.ms/
Foto: Peter Zimmermann
Tolles Feedback zum "Der Schatz aus Wörgl" aus der Comic-Szene: "Das sollte man sich anschauen" meint Splashcomics - die Bewertung kann man hier nachlesen
"Wohlstand für alle in Harmonie mit der Natur" lautet das Motto des nächsten Dialoges "Neues Geld" am Freitag, 26. Juni 2009 von 16 bis 19 Uhr im Zukunftszentrum Tirol, Universitätsstraße 15a in Innsbruck, bei dem das Konzept der "Natürlichen Ökonomie" vorgestellt wird. Am 2. Juli 2009 gibt´s eine Show mit Diskussion mit Klaus Werner-Lobo, Buchautor und Clown aus Wien, zum Thema "Uns gehört die Welt - Macht und Machenschaften der Multis". Infos hier.
Der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus schlägt eine Social Business Economy vor, mit der sich die Wirtschaft nicht länger in den Dienst der Gewinnmaximierung, sondern der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen stellt. Illusion? Mit erstaunlicher Geschwindigkeit schließen sich kluge Köpfe aus allen Sektoren der Weltgesellschaft seinen Ideen und Vorschlägen an. Was man unter "Social Business Economy" versteht und welche Chancen für eine Weiterentwicklung unserer Gesellschaft darin stecken, damit befasst sich das Buch "Gute Geschäfte. Humane Marktwirtschaft als Ausweg aus der Krise." Autoren sind Franz Alt und Peter Spiegel, das 250 Seiten umfassende Buch gibt´s um 19,80 Euro beim Aufbau-Verlag. Die Erstvorstellung des Buches zur Kampagne "Next Wall to fall", mit der Social Business in den nächsten Monaten zu einer gesellschaftlichen Bewegung aufgebaut werden soll, findet am 27. Juni 2009 von 13 bis 15 Uhr an der Freien Universität Berlin – Henry-Ford-Bau – Audimax Garystr. 35, 14195 Berlin-Dahlem statt. Eintritt frei, Anmeldung erbeten bis 25. Juni 2009 an: office(at)genisis-institute.org Weitere Infos zu "Social Business" gibt´s auf der Website des Genisis-Institutes unter http://www.genisis-institute.org
Nach We Feed the World, der spektakulären Dokumentation über unsere Nahrungsmittel hat der Filmemacher Erwin Wagenhofer einen neuen, aufrüttelnden Dokumentarfilm für das Kino gedreht: In Let’s make MONEY folgt er der Spur unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem.Ab 18. Juni 2009 gibt´s Lets make Money auch als DVD im Handel. Wagenhofer blickt hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern. Was hat unsere Altersvorsorge mit der Immobilienblase in Spanien zu tun? Die meisten von uns interessiert es auch nicht, weil wir gerne dem Lockruf der Banken folgen: „Lassen Sie ihr Geld arbeiten!“ Doch Geld kann nicht arbeiten: arbeiten können nur Menschen, Tiere oder Maschinen. Zitate zum Film: „beeindruckender Film… atemberaubend… gnadenlose Abrechnung mit dem Neoliberalismus“ Die Zeit, Christiane Grefe.„der definitiv anschaulichste Beitrag zur Finanzkrise“ Spiegel TV. Regie: Erwin Wagenhofer, 107 Min, ab 6 Jahren mit Untertitel für Hörbehinderte. Auf der DVD befindet sich zudem Bonusmaterial (Making Of, Teaser&Trailer, Audiokommentar, Unterrichtsmaterial als .pdf Datei). Weitere Info: www.letsmakemoney.at
Das Haus der Begegnung in Innsbruck, Rennweg 12, lädt am Donnerstag, 18. Juni 2009 um 19.30 Uhr zum Vortrag mit Dr. Markus SCHLAGNITWEIT, Theologe, Sozialwissenschaftler, Direktor der Katholischen Sozialakademie Österreichs, Wien zum Thema "Die Finanz- und Wirtschaftskrise - Antworten der katholischen Soziallehre". "Was tun mit dem vielen Geld?" lautet dann der Titel eines Seminars mit demselben Referenten am Freitag, 19. Juni 2009 von 14 bis 19 Uhr. Weitere Infos: www.hausderbegegnung.com
Das Seminar für freiheitliche Ordnung in Bad Boll, Deutschland, veranstaltet am 11. und 12. Juli 2009 die Tagung "Wege aus der Wirtschaftskrise". Das ausführliche Programm dazu gibt´s hier...
ATTAC Österreich berichtet im aktuellen Newsletter über die Forderung der UNO nach einer neuen Weltreservewährung, wie sie bereit John Maynard Keynes vorgeschlagen hatte. Von 24. bis 26. Juni 2009 hält die UNO zur weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ein eigene Konferenz ab. Mehr dazu...
"Punkt für Punkt zu Kaufkraft und Lebensqualität" lautet das Motto einer ausgeklügelten Regionalwährung im südlichen Niederösterreich. Als schlauer Kopf steht Gerhard W. Pellegrini hinter dem zweifachen Gutschein-Kreislauf, der über den Media-Verband organisiert wird: Als regional gültige Zweitwährung bringt er Citypoints im Umlauf, bezahlt damit die Media-Verband-Mitarbeiter und bietet das System der heimischen Wirtschaft als Bonus-System zur Kaufkraftbindung an. Mehr dazu...
Informationen über Komplementärwährungs-Systeme weltweit vermittelt Miguel Hirota Yaszuyuki aus Japan mit seinem Webportal http://www.olccjp.net/ . Miguel - hier im Bild bei einem Besuch im Jahr 2006 in Wörgl - verlinkt u.a. auch auf die internationale Komplementärwährungs-Datenbank http://www.complementarycurrency.org/ccDatabase/, in der weltweit bestehende Systeme aufgelistet sind. Miguel forscht seit 1999 zum Thema Komplementärwährung und bemüht sich, sein zusammen getragenes Wissen in sieben Sprachen zu übersetzen - seine Slide-Show auf deutsch gibt´s hier. Miguel stellt darin auch das Wörgler Freigeld vor.