Am 12. November 2006, jährte sich Michael Endes Geburtstag zum 77. Mal. Der 1995 verstorbene deutsche Schriftsteller zählt zu den phantasievollsten Märchenerzählern unserer Tage und schuf mit Geschichten wie Momo oder "Die unendliche Geschichte" weltweit gelesene und erfolgreich verfilmte Bestseller. Weniger bekannt ist, dass Michael Ende sich mit Fragen der Geldpolitik befasste. In Japan wurde seine Botschaft schon in den 1990er Jahren gehört und vom staatlichen Fernsehen aufgegriffen. Am 30. Oktober 1999 erschien zu Japans Interesse an Michael Ende auf der Internet-Plattform  http://www.artfond.de ein Beitrag. Die darin zitierte TV-Sendung des japanischen Fernsehens ist mittlerweile auch in englischer Version erhältlich und enthält einen ausführlichen Bericht über die Abwicklung des Wörgler Nothilfe-Programms 1932/33 mit Freigeld.

Wie sehr Michael Ende das Thema beschäftigte, zeigt ein Brief aus dem Jahr 1991 an Anselm Rapp aus München. Er schreibt: "Ich glaube, es wäre schon viel getan, wenn das Problem als solches überhaupt einmal ins Bewusstsein der Öffentlichkeit käme. Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass wir unter den gegenwärtigen Verhältnissen im Grunde nur die Wahl haben zwischen einer ökologischen und einer ökonomischen Katastrophe." Eine Kopie des Briefes, den uns Werner Onken dankenswerter Weise zur Verfügung stellte, befindet sich im Unterguggenberger Archiv - hier anklicken.

Werner Onken leitet das Archiv der Stiftung für Geld und Bodenreform, das derzeit in die Universitätsbibliothek von Oldenburg übersiedelt. Weitere Informationen unter  http://www.sozialoekonomie.info/Archive/archive.html



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