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Wirtschaftsraum-Spielentwicklungsprojekt des Unterguggenberger Instiutes

Kröten Blüten Cybercash – spielen wir Wirtschaft!

Wie funktioniert unsere Wirtschaft, in der sich alles ums Geld dreht? Nach welchen Regeln wird gespielt? Und wie könnte es anders laufen? Durch Erlebtes lernt der Mensch am leichtesten – und spielerisch am liebsten.
 

Das Unterguggenberger Institut entwickelte gemeinsam mit SchülerInnen der Bundeshandelsakademie Wörgl Wirtschaftsraumspiele, die Spaß und Action mit Wissensvermittlung verbinden. Vier Spiele, die Lust aufs Ausprobieren machen, Kreativität und Experimentierfreudigkeit fördern.

 

Zielgruppe sind vor allem Jugendliche und Lehrpersonen sowie Menschen, die im Bildungsbereich arbeiten. Initiativen, die selbst vorhaben, eine Komplementärwährung einzuführen, können daraus ebenso ihre Schlüsse ziehen.  Die Spiele vermitteln Einblicke in unterschiedliche Systeme, die in der Gruppe, aber auch in ihren Auswirkungen auf jeden einzelnen erlebt werden.


Vier Spiele – fünf Räume

Die Spiele arbeiten teilweise auch durch Überzeichnung die Eigenheiten unterschiedlicher Wirtschaftsweisen heraus. Wir empfehlen, folgende Spielreihenfolge einzuhalten:

  1. Heutige Marktwirtschaft
  2. Tauschkreis
  3. Wörgler Freigeld/Regionalwährung
  4. Joytopia/Lebensgeld
  5. ein Raum ohne Regeln - Anarchie

Ausgehend vom bestehenden Wirtschaftssystem macht das Brettspiel „Marktwirtschaft“ Zusammenhänge rund um Vermögensverteilung durch positiven Zins klar.

Beim zinslosen Aktionsspiel Tauschkreis steht der Dialog und die Eigenleistung im Mittelpunkt.
Welche Auswirkungen ein Zahlungsmittel mit negativem Zins, also einer Gebühr auf Geld als Umlaufsicherung hat, zeigt das Aktionsspiel Wörgler Freigeld/Regionalwährung.
 

Das Brettspiel Joytopia/Lebensgeld lässt die SpielerInnen erleben, wie sich eine monatliche Grundsicherung mit einer Währung mit eingebautem, berechenbarem hohen Wertverlust auf die Vermögensverteilung auswirkt.

Der fünfte Raum stellt dann den Anspruch an die SpielerInnen, ihr eigenes System zu gestalten, sich selbst Regeln zu überlegen, wie Gemeinschaft organisiert werden kann. Ob und wie dieser Raum gespielt wird, entscheidet die Gruppe.

 
Das zeigen die Spiele
 
  1. Regeln wirken - schnell die Eigenarten des Wirtschaftsraumes erkennen
  2. Leben ist Kommunikation mit anderen – soziale Erfahrungen in der Gruppe
  3. „Ich und wir“ – Wechselwirkung von Ich-Bezug und Gemeinschaft
  4. Gemeinschaft gestalten – aktive, basisdemokratische Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft als Gemeinschaftsprozess  

Die Spiele sind für acht Mitspieler und einen Spielleiter konzipiert. Für die Brettspiele sind rund zwei Stunden Zeit gerechnet, die Aktionsspiele dauern 30 bis 45 Minuten.  

Die Veröffentlichung der Spiele erfolgt im Rahmen des Wörgler Freigeldjahres 2007. Begleitende Informationen liefert das internetbasierte Plakat-Ausstellungsprojekt www.NeuesGeld.com ebenfalls ab dem Frühjahr 2007.

Erstmals öffentlich vorgestellt wurden die Spiel beim Spieletag in der Bundeshandelsakademie Wörgl am 21. Jänner 2006. Mehr dazu lesen Sie hier...

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