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Neue Wirtschaftsformen nach dem Industriezeitalter

Mit dem Ende des Industriezeitalters kündigt sich ein Umdenken bereits in vielen kleinen, von der großen Öffentlichkeit unbemerkten Initiativen an. Dazu gehören Projekte der "Neuen Arbeit " nach dem Konzept von Frithjof Bergmann ebenso dazu wie Permakultur-Initiativen. Eine Verbindung dieser beiden Bereiche liegt Permakultur-Designer Berhard Gruber, Obmann von Permakultur Norikum und Dr. Knut Berndorfer aus Linz am Herzen, die beim Kongress Solidarische Ökonomie von 20. bis 22. Februar 2008 an der Universität für Bodenkultur in Wien ein allgemeines Vernetzungstreffen für "Neue Arbeit, Permakultur und Neues Geld" sowie die Diskussionsrunde "Bodenlos überleben in der Stadt mit Permakultur" anbieten. Weitere Infos dazu hier: http://www.solidarische-oekonomie.at/index.php?option=com_programm&id=118&task=view&Itemid=84

Was ist Neue Arbeit?

"Neue Arbeit bedeutet vieles:

  • Weniger Abhängigkeit von bezahlter Arbeit
  • Mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben
  • Weniger Ballast, mehr Lebensqualität
  • Ein elegantes, gesundes und vitales Leben – nicht nur für Eliten, sondern für alle

Möglich wird all dies durch neue, intelligente Technologien und ein ebenso neues Bild von Arbeit.

Bis vor 200 Jahren produzierten die Menschen für den eigene Bedarf oder für kleine Gemeinschaften, wie zum Beispiel das eigene Dorf. Mit der Industrialisierung wurde das heutige Job-System geschaffen. Man arbeitet für einen Arbeitgeber, und erst mit diesem Lohn kann man die Dinge kaufen, die man zum Leben braucht.Jetzt, da das Ende des Industriezeitalters sichtbar wird, ist es Zeit um Arbeit grundlegend neu zu begreifen. Die Massenproduktion stirbt aus, die kleine, intelligente und flexible Fertigung löst sie ab. Hier liegt unsere Chance," meint der Verein Neue Arbeit - Neue Kultur e.V. , nachzulesen auf dessen Website unter http://www.newwork-newculture.net/neuearbeit.html Der Verein arbeitet eng mit dem "Erfinder" der Neuen Arbeit, Frithjof Bergmann zusammen und versteht sich als "Servicebüro der Neuen Arbeit", um die vielen entstehenden Initiativen zu koordinieren.

Hängende Gärten bringen Lebensmittel-Nahversorgung in Ballungszentren

Zu den konkreten Projekten Neuer Arbeit zählen die "vertikalen Gärten", die Gemüseanbau auch auf kleinsten Flächen und in Städten ermöglichen: Benützt werden dazu vertikale Behälter aus Plastik, Ton oder Flechtware, die mit Kompost befüllt werden und meist in der Mitte eine Säule aus Kiesel zur Bewässerung aufweisen.

Die Vorteile dieser Anbaumethode sind vielfältig: weniger bücken, so gut wie kein Unkraut jäten, wenig Bewässerungsbedarf aufgrund der geringen Kompostoberfläche und minimaler Platzbedarf bei hohem Ertrag. Vertikale Gärten eignen sich für Großstädte ebenso wie für Wüstenregionen, in denen Wasser knapp ist. Wachsen kann in grünen hängenden Gärten fast alles: Tomaten, Zucchini, Salat, Kohl, Auberginen oder Bohnen. Weitere Infos dazu gibt´s auf http://www.newwork-newculture.net/htep_vertical-garden.html (Foto stammt von dieser Website).

Zur Weiterentwicklung der Idee der vertikalen Gärten wird die Optimierung der Anbaumethoden durch Permakultur-Prinzipien und den Einsatz effektiver Mikroorganismen beitragen. So können gesunde Lebensmittel aus der High-Tech-Eigenproduktion zu weniger Abhängigkeit von bezahlter Arbeit beitragen.

Vorteile für alle

Grün in urbanen Räumen bringt auch einen Mehrgewinn für die Gemeinschaft. Das hat Paris erkannt und bringt durch die vermehrte Anlage von vertikalen Gärten wieder mehr Grün und damit Lebensqualität in die Stadt. Die Architektin Christa Aue schildert auf http://www.biotope-city.net/artikelen%20editie1/deutsch/aue_dt.html Details zum engagierten Renaturierungsprojekt.

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