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Vortrag mit Gernot Jochum-Müller am 17. Jänner 2012 in Wörgl

Wir werden als Gesellschaft immer älter. Dieser Wandel, den wir jetzt gerade erleben, verlangt Beziehungen und soziale Verantwortung neu zu denken. Ein Vorsorgemodell auf Zeitbasis vernetzt dabei professionelle Dienstleister und soziale Netzwerke vor Ort. Daraus entstehen neue Beziehungsgeflechte die helfen sollen, die gemeinschaftliche  Verantwortung zu tragen.

Mit der herkömmlichen Art unsere soziale Verantwortung zu leben generieren wir neue Spannungsfelder. Noch nie waren so viele Menschen berufstätig und noch nie waren so wenige zeitlich in der Lage, sich um jene intensiv zu kümmern die im Alter Hilfe brauchen. Neue Beziehungsmuster und selbst organisierte Projekte für gemeinschaftliches  Wohnen entstehen, während in den klassischen Heim-, Pflege- und Betreuungsstrukturen um die Absicherung der Finanzierung gerungen wird.
Ein Wandel kündigt sich an, der neue Antworten auf Fragen liefern muss, die bisher nicht oder nur verhalten gestellt wurden. Wie lassen sich lebendige Netzwerke zwischen Generationen entwickeln, wie entsteht eine neue Form der Verantwortlichkeit füreinander und welche Maßnahmen sind dafür hilfreich?
Gegenseitige Hilfestellungen mit Zeitkonten zu verrechnen und diese Zeit auch anzusparen, stellt eine der Möglichkeiten dar, wie professionelle Einrichtungen unterstützt und freiwillige Netzwerke aktiviert werden können. Der Referent stellt drei ausgearbeitete Modelle vor, die in den letzten Jahren entwickelt wurden und die nun kurz vor einer Umsetzung stehen. Darunter sind auch Ansätze die in Österreich umgesetzt werden können.
Eine Veranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt, den Wörgler Grünen und dem Unterguggenberger Institut mit der freundlichen Unterstützung des Seniorenheimes Wörgl.
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